Was gibt es Neues

Die Siedler in Novus Terminus: First Flags wirken ab sofort deutlich lebendiger. Wir haben jedem Siedler ein echtes Inventar verpasst -- Werkzeuggürtel plus beide Hände -- und das verändert die gesamte Bau-Schleife sichtbar.

Schaut einem Holzfäller zu, der für ein neues Gebäude Bäume fällen soll. Er geht zum Fahnenmast, nimmt seine Axt auf und marschiert in den Wald. Nach dem Fällen steckt er die Axt weg, wuchtet den frisch geschlagenen Stamm mit beiden Händen hoch und trägt ihn zurück zum Fahnenmast. Stamm ablegen, Axt wieder ziehen, ab zum nächsten Baum. Wenn alle Bäume auf der Liste gefällt sind, legt er die Axt am Fahnenmast ab, damit ein Träger sie zurück ins Lager bringt. Die komplette Abfolge läuft von alleine -- sobald der Auftrag erteilt ist, braucht es keinen weiteren Klick.

Das Schöne daran: Jeder einzelne Schritt ist sichtbar. Man sieht die Axt in der rechten Hand beim Hacken und man sieht sie verschwinden, sobald ein Stamm getragen wird. Stamm abgelegt -- Axt wieder da. Klingt nach einer Kleinigkeit, löst aber ein Problem, das uns lange gestört hat: Gegenstände verschwanden früher mitten in einer Aktion oder geisterten als Phantome an Fahnenmasten herum, obwohl sie längst aufgehoben waren. Werkzeuge und Waren teilten sich denselben Platz, sodass eine Axt einen Baumstamm überschreiben konnte und umgekehrt. Das ist jetzt Geschichte.

Träger und Lagerarbeiter profitieren vom selben System. Ein Träger schwingt sich den Sack auf den Rücken und läuft über das Wegenetz; ein Lagerarbeiter hält eine Ware vor sich. Jeder Gegenstand in der Siedlung ist jederzeit zugeordnet -- wenn er in jemandes Händen oder am Gürtel steckt, liegt er nicht gleichzeitig irgendwo auf dem Boden.

Hinter den Kulissen

Unter der Haube besitzt jetzt jeder Siedler eine kleine Menge an Slots: einen pro Hand, einen für beidhändiges Tragen, einen für Rückenladung und ein unsichtbares Fach für verstaute Werkzeuge. Das Spiel prüft diese Slots in jedem Frame und entscheidet daraufhin, welche Gegenstände wo sichtbar sein sollen. Dieser direkte Ansatz ist Absicht -- statt jedes einzelne Übergabe-Ereignis lückenlos nachzuverfolgen, schauen wir einfach auf den aktuellen Zustand und rendern entsprechend. Das kostet pro Tick etwas mehr Rechenzeit, hat aber eine ganze Kategorie visueller Fehler auf einen Schlag beseitigt.

Wie geht es weiter

Mit der soliden Inventar-Schleife im Rücken widmen wir uns jetzt der Welt rund um die Siedler -- Tiere, Gelände und ein Straßensystem, das sich wie ein natürlicher Teil der Landschaft anfühlt.